Darmgesundheit ganzheitlich stärken begleitet mich schon lange in meiner Arbeit – und trotzdem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass mir ein entscheidendes Puzzleteil fehlt. Viele Ansätze wirken logisch, vieles habe ich selbst ausprobiert, aber die Frage blieb: Was passiert eigentlich konkret in meinem Darm? In diesem Artikel möchte ich dir deshalb einen Weg vorstellen, der für mich einen echten Unterschied gemacht hat – einen Darmtest, der nicht nur zeigt, was da ist, sondern wie dein Mikrobiom wirklich arbeitet.

Warum klassische Darmanalysen oft zu kurz greifen

In meiner Arbeit als ganzheitlicher Gesundheitscoach und Darmexpertin  begegnet mir ein Thema immer wieder.

Stuhlanalyse.

Viele meiner Kolleg*Innen arbeiten genau damit – und auf den ersten Blick wirkt das auch logisch.
Man schaut sich an, welche Bakterien im Darm vorhanden sind, bewertet ihre Anzahl und leitet daraus Empfehlungen ab.

Und trotzdem hatte ich damit lange ein gewisses Unbehagen.

Denn wenn wir genauer hinschauen, wird schnell klar:
Unser Darm ist ein unglaublich komplexes Ökosystem. In ihm leben schätzungsweise 40-100 Billionen von Mikroorganismen. Das Mikrobiom umfasst bis zu 1000 verschiedene Arten. Viele davon sind bis heute noch gar nicht vollständig erforscht. Eine klassische Stuhlanalyse mit vielleicht 10 verschiedenen Bakterienstämmen kann davon also immer nur einen minikleinen Ausschnitt erfassen.

Das hat mich immer wieder zu einer Frage geführt:

Woher wissen wir eigentlich, dass genau die Bakterien, die im Test fehlen, wirklich ein Problem sind?
Und wer sagt uns, dass ihre Funktion nicht längst von anderen – vielleicht noch unbekannten – Mikroorganismen übernommen wird?

Diese Frage hat meinen Blick auf das Thema Darmgesundheit verändert: Weg von der reinen Betrachtung Wer ist da? – hin zu der viel entscheidenderen Frage: „Was passiert dort eigentlich?“

Das eigentliche Problem

Je tiefer ich mich mit dem Thema Darmgesundheit beschäftigt habe, desto klarer wurde mir ein grundlegendes Problem:

Viele Ansätze versuchen, ein hochkomplexes System auf einzelne Werte zu reduzieren.

Wir schauen auf bestimmte Bakterienstämme, bewerten ihre Anzahl und leiten daraus ab, was im Körper „gut“ oder „nicht optimal“ läuft.

Doch unser Darm funktioniert nicht wie eine statische Liste, die man einfach abhaken kann.

Er ist ein lebendiges System, das sich ständig verändert, anpasst und in Wechselwirkung mit vielen anderen Faktoren steht – Ernährung, Stress, Schlaf, Bewegung.

Das bedeutet auch:

Selbst wenn wir wissen, welche Bakterien vorhanden sind, sagt uns das noch lange nicht, wie dieses System tatsächlich arbeitet.

Es ist im Grunde wie in einer komplex arbeitenden  Fabrik:  Ich habe unterschiedliche Arbeiter, aber ob sie wirklich ihren Job machen oder

nur rumstehen, sehe ich im Ergebnis und nicht durch die Tatsache, dass ich sie da sind.

Und genau hier entsteht eine Unsicherheit, die ich bei vielen – und auch bei mir selbst – lange gespürt habe:

Wir haben Daten. Aber wir haben nicht unbedingt ein echtes Verständnis.

An diesem Punkt hat sich für mich etwas Entscheidendes verändert.

Ich habe aufgehört, nur darauf zu schauen, welche Bakterien im Darm vorhanden sind und begonnen, mir eine andere Frage zu stellen:

Was passiert dort eigentlich?

Denn am Ende ist nicht entscheidend, wer im Darm „lebt“, sondern wie aktiv dieses System wirklich ist.

Ob Prozesse ablaufen, die den Körper unterstützen. Oder ob das Gleichgewicht still und unbemerkt aus dem Takt geraten ist.

Und genau dieser Perspektivwechsel hat für mich eine neue Tür geöffnet.

Warum ich heute mit diesem Darmtest arbeite

Genau aus diesen Überlegungen heraus habe ich mich auf die Suche nach einem Ansatz gemacht, der über die klassische Betrachtung

hinausgeht. Ich wollte nicht noch einen weiteren Test, der mir lediglich zeigt, welche Bakterien im Darm vorhanden sind, sondern eine

Möglichkeit, besser zu verstehen, wie dieses komplexe System tatsächlich arbeitet.

Dabei bin ich auf den Gut Health Test von Zinzino gestoßen – und habe relativ schnell gemerkt, dass er einen anderen Blick auf das Thema

Darmgesundheit eröffnet. (Hier findest du ein kurzes Video dazu)

Was mich daran besonders überzeugt hat, ist weniger ein einzelner Wert oder eine bestimmte Auswertung, sondern die grundsätzliche Herangehensweise: Der Darm wird nicht isoliert betrachtet, sondern als aktiver Teil eines lebendigen Stoffwechselsystems. Es geht nicht nur darum festzustellen, was vorhanden ist, sondern darum sichtbar zu machen, welche Prozesse im Hintergrund ablaufen und wie gut dieses Zusammenspiel funktioniert.

Für mich hat das einen entscheidenden Unterschied gemacht, weil es wegführt von einer rein statischen Betrachtung hin zu einem besseren Verständnis für die Prozesse im Hintergrund.

Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, einzelne Werte als „gut“ oder „nicht optimal“ einzuordnen, sondern zu erkennen, wie aktiv bestimmte Stoffwechselwege tatsächlich sind – und was das über die Balance im Darm aussagen kann.

Gerade der Blick auf den Tryptophan-Stoffwechsel eröffnet hier eine neue Ebene: Er zeigt, ob eher Prozesse dominieren, die den Körper unterstützen, oder ob vermehrt Wege aktiv sind, die mit Stress und Belastung in Verbindung stehen.

Genau dieser differenziertere Blick hat meine Arbeit mit dem Thema Darmgesundheit verändert. Nicht, weil ein Test alle Antworten liefert, sondern weil er Zusammenhänge sichtbar macht, die vorher im Verborgenen lagen – und damit eine deutlich klarere Grundlage schafft, um den eigenen Körper besser zu verstehen. Darauf aufbauend kann ich ganz individuell ganzheitliche beraten und wirkliche Veränderungen bewirken.

Aber lass uns an dieser Stelle einmal etwas konkreter werden und den Test selbst genauer anschauen.

Denn so spannend der Perspektivwechsel auch ist – am Ende stellt sich natürlich die Frage:


Was wird hier eigentlich genau gemessen? Und was sagen diese Werte wirklich aus?

Bei meinen Forschungen auf diesem Gebiet habe ich entdeckt, dass Tryptophan und seine Metaboliten einen einzigartigen Einblick in den Darm gewähren und uns helfen zu verstehen, wie Ernährung und Lebensstil sowohl die Darmfunktion als auch das Gleichgewicht des gesamten Körpers beeinflussen.“

Martina Torrissen, PhD
Spezialistin für Forschung und Entwicklung

Was bei diesem Darmtest tatsächlich gemessen wird

Wenn man sich diesen Test genauer anschaut, wird schnell deutlich, dass hier ein anderer Ansatz verfolgt wird als bei vielen klassischen Methoden.

Im Zentrum steht nicht die Frage, welche Bakterien im Darm vorhanden sind, sondern wie aktiv dieses System tatsächlich ist – und wie eng es mit anderen Prozessen im Körper zusammenarbeitet.

Ein entscheidender Schlüssel dafür ist der sogenannte Tryptophan-Stoffwechsel.

Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure, die wir täglich über unsere Ernährung aufnehmen. Im Körper dient sie als Ausgangspunkt für verschiedene Stoffwechselwege – und genau hier entscheidet sich, in welche Richtung sich bestimmte Prozesse entwickeln.

Ein Teil dieses Tryptophans wird durch Darmbakterien in Indol-3-Propionsäure (IPA) umgewandelt.
Dieser Stoff gilt als eine Art Schutzfaktor im Körper: Er unterstützt die Integrität der Darmbarriere, wirkt antioxidativ und steht mit einer stabilen, widerstandsfähigen Mikrobiomfunktion in Verbindung. Höhere IPA-Werte werden deshalb häufig als Hinweis darauf gesehen, dass das Zusammenspiel im Darm gut funktioniert.

Ein anderer Teil wird über den sogenannten Kynurenin-Weg verarbeitet.
Dieser Stoffwechselweg wird vor allem dann aktiver, wenn das Immunsystem gefordert ist oder der Körper unter Stress steht. Erhöhte Kynurenin-Werte können daher ein Hinweis darauf sein, dass im Körper vermehrt Prozesse ablaufen, die mit Belastung und Immunaktivität zusammenhängen.

Zusätzlich wird auch das Tryptophan selbst (TRP) gemessen – also die Ausgangssubstanz, aus der beide Wege entstehen. Denn auch die Verfügbarkeit und Verarbeitung von Tryptophan beeinflusst, wie gut Darm, Immunsystem und Stoffwechsel miteinander arbeiten.

Entscheidend ist dabei nicht nur der einzelne Wert, sondern vor allem das Verhältnis dieser Marker zueinander.

Aus diesen Zusammenhängen werden verschiedene Kennzahlen berechnet:

  • Das Verhältnis von IPA zu Tryptophan zeigt, wie effizient dein Mikrobiom arbeitet – also wie gut es in der Lage ist, aus der Nahrung schützende Stoffe zu bilden.
  • Das Verhältnis von Kynurenin zu Tryptophan gilt als etablierter Marker für Immunstress und Belastung im Körper.
  • Und das Verhältnis von IPA zu Kynurenin beschreibt das Gleichgewicht zwischen unterstützenden und eher belastenden Stoffwechselwegen.

Was hier sichtbar wird, ist kein statisches Ergebnis, sondern ein dynamisches Bild davon, wie dein Körper und dein Mikrobiom aktuell zusammenarbeiten.

Alle diese Werte werden am Ende in einem übergeordneten Darmgesundheitsindex zusammengeführt. Dieser dient als eine Art Kompass, der dir auf einen Blick zeigt, wie es um dein Darm-Immun-Stoffwechsel-Gleichgewicht steht, ohne die einzelnen Zusammenhänge aus dem Blick zu verlieren.

Was ich daran besonders spannend finde:
Dieser Ansatz macht eine Ebene sichtbar, die lange eher theoretisch war – nämlich die enge Verbindung zwischen Darm, Immunsystem, Stoffwechsel und sogar unserer inneren Balance.

Der Tryptophan-Stoffwechsel gilt heute als eine Art Knotenpunkt genau dieser Prozesse.
Je nachdem, in welche Richtung er sich verschiebt, kann er den Körper eher stabilisieren – oder dazu beitragen, dass Stress- und Belastungsreaktionen verstärkt werden.

Und genau hier setzt der Test an: Er übersetzt diese komplexen Zusammenhänge in eine Form, die verständlich wird – und damit überhaupt erst zugänglich.

Wie der Darmest durchgeführt wird

Neben den inhaltlichen Aspekten war für mich auch die Durchführung ein entscheidender Punkt.

Denn die klassischen Darmanalysen arbeiten mit Stuhlproben – was für viele Menschen nicht nur unangenehm ist, sondern auch eine gewisse Hürde darstellt, den Test überhaupt zu machen.

Dieser Test geht hier einen anderen Weg.

Die Durchführung ist bewusst einfach gehalten:
Du entnimmst zu Hause mit einem kleinen Stich in den Finger zwei Tropfen Blut, der auf eine Testkarte gegeben wird. Diese sogenannte Trockenblutprobe wird anschließend an ein spezialisiertes Labor geschickt und dort analysiert.

Was ich daran besonders angenehm finde, ist die Kombination aus Einfachheit und Präzision.
Die Analyse erfolgt in einem unabhängigen, GMP-zertifizierten Labor, das auf solche biochemischen Auswertungen spezialisiert ist und mit sehr genauen Messverfahren arbeitet.

Gleichzeitig bleibt der gesamte Prozess anonym.
Deine Probe ist ausschließlich über eine Test-ID zugeordnet – weder das Labor noch der Anbieter können dich als Person identifizieren.

Das schafft für mich eine wichtige Grundlage:
Man bekommt Einblick in sehr persönliche körperliche Prozesse, ohne dabei die Kontrolle über die eigenen Daten abzugeben.

Auch die Ergebnisse werden übersichtlich und verständlich aufbereitet zur Verfügung gestellt, sodass man nicht nur Zahlen erhält, sondern eine erste Einordnung und Orientierung.

Mein persönliches Darmtestergebnis

Natürlich habe ich den Test auch selbst gemacht – allerdings nicht sofort.

Ich habe tatsächlich ein paar Wochen gebraucht, nachdem er auf den Markt gekommen ist. Nicht, weil ich grundsätzlich gezweifelt habe, sondern eher, weil ich schon ein ziemlich klares Gefühl hatte, in welche Richtung das Ergebnis gehen könnte. Zu diesem Zeitpunkt war bei mir privat einiges los, es war viel Stress im System, wenig echte Pausen – und auch meine Ernährung war, ich sage es mal vorsichtig, eher suboptimal. Gerade beim Thema Ballaststoffe wusste ich selbst sehr genau, dass da noch deutlich Luft nach oben ist.

Ein Teil von mir wollte es wahrscheinlich gar nicht so genau wissen.

Und genau deshalb hat mich das Ergebnis auf eine interessante Weise überrascht.

Nicht, weil es besonders gut ausgefallen wäre – sondern weil es so stimmig war.

Weil es genau das sichtbar gemacht hat, was ich im Grunde schon gespürt habe, ohne es wirklich greifen zu können.

Ich zeige es Dir:

 

Was sich dann relativ schnell abgezeichnet hat, war kein „extremes“ Ergebnis – sondern eher ein Zustand dazwischen.

Ein System, das arbeitet, aber noch nicht ganz in seiner Stabilität angekommen ist.

Besonders deutlich wurde das beim Blick auf die Indol-3-Propionsäure (IPA).
Mein Wert lag unter dem Zielbereich. Das bedeutet: Mein Mikrobiom ist grundsätzlich in der Lage, diese schützenden Stoffe zu bilden – aber noch nicht konstant und in der Menge, die langfristig für echte Stabilität sorgen würde.

Gleichzeitig war mein Kynurenin-Wert leicht erhöht.
Ein Hinweis darauf, dass mein Körper noch mit einer gewissen Form von Stress oder Aktivierung zu tun hat. Nicht im Sinne eines akuten „Alarmzustands“, sondern eher als ein Hintergrundrauschen, das weiterhin mitläuft.

Interessant war in diesem Zusammenhang auch mein Tryptophan-Wert, der deutlich erhöht war.
Das zeigt, dass es meinem Körper nicht an Ausgangsstoff fehlt, sondern dass dieser noch nicht optimal genutzt wird.
Ein Teil wird bereits in schützende Prozesse überführt, gleichzeitig scheint ein relevanter Anteil eher in stressassoziierte Stoffwechselwege zu fließen.

Und genau hier wird es spannend:

Denn wenn man diese Werte zusammen betrachtet, ergibt sich kein einzelnes Problem, sondern ein klares Muster.

Mein Körper befindet sich in einer Art Übergangsphase. Die Schutzmechanismen sind bereits aktiv, gleichzeitig laufen aber noch Prozesse mit, die eher mit Stress und Belastung in Verbindung stehen. Das Mikrobiom arbeitet – aber noch nicht effizient und stabil genug, um dauerhaft in eine regenerative Richtung zu gehen.

Was ich daran besonders wertvoll finde:
Es ist kein Bild von „etwas stimmt nicht“, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, wo Entwicklung möglich ist.

Es ist im Grunde ein Fortschrittsprofil, kein Problemprofil.

Es geht also  nicht darum, von null anzufangen oder alles umzustellen, sondern darum, das, was bereits funktioniert, gezielt zu stärken – und dem System die Stabilität zu geben, die es noch braucht, um wirklich in Balance zu kommen.

In meinem Fall lag es auf der Hand: ich musste mein Stressmanagement besser wieder in der Griff bekommen. Aber auch neben der Erhöhung der Ballaststoffmenge gab es zwei weitere gute Hinweise: Die Vielfalt der Ballaststoffe darf erhöht werden und sie darf vor allem mehr über den Tag verteilt erfolgen.

Und auch da traf die Auswertung auf meine Realität: Ich aß vor allem abends meine ballasttoffreiche Mahlzeit. Zwei konkrete Ernährungsänderungen, die wie ein blinder Fleck da waren, sind nun sichtbar geworden und konnten mit einfachen kleinen Anpassungen im Alltag geändert werden – mit spürbaren Erfolg.

Was viele falsch machen

Wenn ich mir mein eigenes Ergebnis heute noch einmal anschaue, wird mir ziemlich klar, warum so viele Versuche, die Darmgesundheit zu verbessern, oft nicht die Wirkung zeigen, die man sich eigentlich erhofft.

Das liegt in den seltensten Fällen daran, dass wir uns nicht genug bemühen oder uns zu wenig mit dem Thema beschäftigen – im Gegenteil. Viele wissen inzwischen sehr viel, probieren Dinge aus, achten auf ihre Ernährung, setzen Impulse. Und trotzdem bleibt häufig dieses diffuse Gefühl, dass sich nicht wirklich etwas Grundlegendes verändert.

Ein Grund dafür ist aus meiner Sicht, dass wir oft beginnen, Dinge zu verändern, ohne wirklich zu verstehen, was im eigenen Körper gerade passiert. Wir passen unsere Ernährung an, lassen bestimmte Lebensmittel weg, ergänzen Nährstoffe oder orientieren uns an neuen Empfehlungen – und bewegen uns damit in einem ständigen Wechsel zwischen Ausprobieren und Hoffen.

Das kann kurzfristig funktionieren, weil der Körper durchaus auf einzelne Veränderungen reagiert. Aber langfristig fehlt häufig etwas Entscheidendes: eine klare innere Linie, die sich aus dem eigenen System heraus ergibt.

Denn der Darm ist kein isoliertes Organ, das sich durch einzelne Maßnahmen „in Ordnung bringen“ lässt. Er reagiert auf ein komplexes Zusammenspiel aus Ernährung, Stress, Lebensstil und innerer Regulation – und genau deshalb greifen pauschale Ansätze oft zu kurz.

Wenn ich das auf meine eigene Situation übertrage, wird das ziemlich greifbar: Ich hätte wahrscheinlich genau dort weitergemacht, wo ich ohnehin schon war – hier etwas optimieren, dort etwas ergänzen – ohne wirklich zu wissen, ob ich damit überhaupt an der richtigen Stelle ansetze.

Und genau darin liegt für mich der eigentliche Knackpunkt.

Solange wir kein klares Bild davon haben, wie unser Körper aktuell arbeitet, bleibt vieles ein Ausprobieren, bei dem wir zwar immer wieder kleine Veränderungen sehen, aber selten ein stabiles Gefühl von Orientierung entwickeln.

Erst in dem Moment, in dem wir beginnen, genauer hinzuschauen und Zusammenhänge zu verstehen, verändert sich auch die Qualität der Entscheidungen, die wir für uns treffen.

Was dir wirklich hilft

Wenn ich aus all dem etwas für mich mitnehme, dann ist es vor allem die Erkenntnis, dass es nicht darum geht, noch mehr zu tun – sondern die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun.

Und dafür braucht es zuerst einmal etwas, das im Alltag oft zu kurz kommt: Klarheit.

Nicht im Sinne von noch mehr Wissen oder noch mehr Input, sondern als ein echtes Verstehen dafür, wie der eigene Körper gerade arbeitet und was er in diesem Moment tatsächlich braucht. Denn genau daraus entsteht eine andere Qualität von Entscheidungen – ruhiger, gezielter und oft auch deutlich einfacher.

Was mir in diesem Zusammenhang besonders bewusst geworden ist, ist die Rolle von kleinen, aber konsequenten Veränderungen. Gerade bei meinem Ergebnis war ja deutlich zu sehen, dass es nicht an „großen Fehlern“ lag, sondern eher an einer fehlenden Stabilität im System. Und diese entsteht selten durch radikale Umstellungen, sondern viel häufiger durch Dinge, die sich im Alltag wirklich tragen lassen.

Das kann bedeuten, die eigene Ernährung wieder bewusster auszurichten und dem Mikrobiom gezielt das zu geben, was es braucht – zum Beispiel mehr Ballaststoffe oder eine größere Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln. Gleichzeitig spielt aber auch alles andere eine Rolle, was oft weniger greifbar ist: Stress, Regeneration, Schlaf, die kleinen Pausen im Alltag.

Denn genau hier entscheidet sich, ob der Körper überhaupt in der Lage ist, die Prozesse zu unterstützen, die langfristig für Stabilität sorgen.

Für mich hat sich dadurch der Blick verändert. Weg von der Idee, den Körper ständig optimieren zu müssen, hin zu einem Ansatz, der mehr auf Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Nicht gegen Symptome arbeiten, sondern verstehen, was dahinter liegt – und dann Schritt für Schritt die Bedingungen schaffen, unter denen sich Balance überhaupt entwickeln kann.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt:
Dass Veränderung nicht dadurch entsteht, dass wir immer mehr hinzufügen, sondern dadurch, dass wir beginnen, das Wesentliche klarer zu sehen – und darauf aufzubauen.

Für wen dieser Darmtest sinnvoll ist

Dieser Darmtest ist aus meiner Sicht immer dann sinnvoll, wenn du das Gefühl hast, dass dein Körper dir Signale sendet, die du bisher nicht so richtig einordnen kannst.

Vielleicht kennst du Phasen, in denen deine Verdauung nicht ganz rund läuft, dein Energielevel schwankt oder du merkst, dass Stress dich stärker beeinflusst, als du es gewohnt bist. Oft sind das keine klaren Beschwerden, sondern eher dieses leise Gefühl, dass etwas nicht ganz im Gleichgewicht ist.

Gleichzeitig erlebe ich aber auch etwas anderes – und das finde ich fast noch spannender:

Dass viele den Wunsch haben, ihren Körper besser zu verstehen, obwohl eigentlich „alles okay“ ist.

Und genau dafür ist so ein Test genauso geeignet.

Denn am Ende geht es nicht nur darum, Probleme sichtbar zu machen, sondern überhaupt erst einmal zu verstehen, wie dein System gerade arbeitet. Ob dein Darm dich eher unterstützt oder ob im Hintergrund Prozesse laufen, die langfristig Energie kosten – auch wenn du sie im Alltag vielleicht noch gar nicht so deutlich spürst.

Wenn ich es ganz ehrlich aussprehen mag:
Eigentlich ist so ein Test für ziemlich alle Menschen sinnvoll. Für die, die schon Beschwerden haben – und genauso für die, die einfach neugierig sind, was in ihrem Körper eigentlich wirklich passiert.

Oder anders gesagt:
Für alle, die nicht nur „irgendwie gesund leben“ wollen, sondern auch verstehen möchten, ob das, was sie tun, im eigenen Körper überhaupt ankommt.

Und genau an diesem Punkt wird es dann wirklich interessant.

Denn kleine Veränderungen machen den Unterschied.

Wenn ich heute auf meinen Test und die Zeit danach zurückblicke, wird für mich vor allem eines deutlich: Es sind nicht die großen, radikalen Veränderungen, die den Unterschied machen, sondern die kleinen Dinge, die man erkennt– und dann auch umsetzt.

Ich habe begonnen, bewusster zu essen, wieder mehr auf die Qualität und Vielfalt meiner Ernährung zu achten und meinem Körper gezielter das zu geben, was er braucht. ( Als Orientierungshilfe dienen meine Darmfreundlichen Lieblingsrezepte)

Gleichzeitig habe ich mir mehr Ruhephasen erlaubt, Stress nicht mehr einfach nur „auszuhalten“, sondern genauer hinzuschauen, wo ich etwas verändern kann – oft in ganz kleinen Schritten.

Und genau daraus hat sich nach und nach etwas verändert.

Ich fühle mich insgesamt energiereicher, meine Verdauung ist deutlich stabiler geworden, und auch dieses diffuse Gefühl von „aufgebläht sein“ ist einem viel leichteren Körpergefühl gewichen.

Nicht, weil ich alles perfekt gemacht habe, sondern weil ich angefangen habe, besser zu verstehen, was in meinem Körper passiert – und darauf aufbauend andere Entscheidungen zu treffen.

Vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt:
Dass Gesundheit nicht durch Kontrolle entsteht, sondern durch ein Zusammenspiel aus Verstehen, Wahrnehmen und kleinen konsequenten Veränderungen.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest

Wenn du beim Lesen gemerkt hast, dass dich das Thema anspricht und du dir wünschst, deinen Körper auf einer tieferen Ebene zu verstehen, dann ist dieser Darmtest ein möglicher nächster Schritt.

Ich arbeite in meinen testbasierten Beratungen bewusst mit diesem Ansatz, weil er eine klare Grundlage schafft: Du bekommst nicht nur deine Ergebnisse, sondern auch meine geschulte und persönliche Einordnung, die dir hilft, die Zusammenhänge wirklich zu verstehen und in deinen Alltag zu übertragen.

Auch der  Darmtest ist immer verbunden mit einer individuellen Besprechung, in der wir gemeinsam auf deine Werte schauen und daraus konkrete, alltagstaugliche Schritte ableiten.

Gleichzeitig ist er auch ein fester Bestandteil meines nächsten Onlinekurses, der bald startet. ( Trage dich am besten in meinen Newsletter ein, um den Start nicht zu verpassen!)

Dort geht es genau darum, dieses Wissen nicht nur zu verstehen, sondern Schritt für Schritt umzusetzen und langfristig in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du also das Gefühl hast, dass jetzt ein guter Zeitpunkt ist, genauer hinzuschauen und dir selbst diese Klarheit zu ermöglichen, dann kannst du dich gerne bei mir melden.

Der Herbst erzählt leise von Zyklen, von Rückzug und Vorbereitung – von der Kunst, loszulassen, um Raum für Neues zu schaffen.
Und genau darin liegt eine Wahrheit über Gesundheit: Auch wir brauchen Phasen der Entlastung, um sich zu regenerieren. Zeit für den inneren Herbst.

Wenn ich aus meinem Tiny House über das sanft geschwungene Leinbergland nach Südwesten blicke, taucht der Abend die Landschaft in ein warmes, stilles Glühen. Die Sonne sinkt langsam hinter die Hügel und legt einen Schleier aus Orange und Rosé über die Felder – ein Licht, das nur für wenige Minuten existiert, bevor es in ein ruhiges, weiches Grau übergeht.

Unter der alten Weide im Garten huscht ein Eichhörnchen mit entschlossener Leichtigkeit über den Boden, die Pfoten voller Vorräte. Die langen Zweige der Weide schaukeln im Wind, und einzelne Blätter lösen sich, drehen sich im Licht und sinken tanzend zu Boden.

Ich bleibe stehen und beobachte, wie sich alles um mich in Bewegung und Ruhe zugleich befindet. In diesen Momenten wird mir bewusst: Die Natur wirkt wie ein Spiegel. Sie zeigt, was losgelassen werden kann, was noch trägt und wohin Energie fließt. Wie Bankei Yōtaku , ein japanischer Zenmeister es ausdrückt:

They’re like images reflected in a mirror.
A mirror is clear and bright and reflects whatever is placed before it … All thoughts vanish tracelessly into its light.“

( „Sie sind wie Bilder, die in einem Spiegel reflektiert werden. Ein Spiegel ist klar und hell und zeigt alles, was davor erscheint … Alle Gedanken verschwinden spurlos in seinem Licht.“ )

Loslassen, was jetzt nicht gebraucht wird.
Ankommen in der eigenen Essenz.
Kraft sammeln – für einen Neubeginn, der schon leise anklopft.

Dieses leiser werdende Licht, das langsame Gleiten der Jahreszeit in den späten Herbst, erinnert mich daran, wie sehr wir selbst Teil dieser Kreisläufe sind. Wie wir uns verändern, abstreifen, neu sortieren. Wie wir Klarheit gewinnen, wenn wir den Mut haben, das abfallen zu lassen, was uns nicht mehr dient – sei es im Alltag, in unseren Gewohnheiten oder tief in unserem Inneren.

Der Rhythmus des Lebens – und was passiert, wenn wir ihn verlieren

Die Natur kennt keine Dauerleistung,  Sie pulsiert. Weitet sich – und zieht sich zurück.
Und genau so funktioniert auch unser Körper.

Doch wir Menschen versuchen, immer Sommer zu haben: Immer Licht, immer Energie, immer Output.

Eine Freundin meinte letztens zu mir: Die Herbstferien sind die neuen Sommerferien. Alle reisen in die warme Sonne.
Ich blieb nachdenklich zurück.

Wir ignorieren so auch die Signale des Herbstes, die uns sagen: Jetzt ist Zeit für weniger.

Der Körper reagiert mit klaren Hinweisen – kleine Spuren, die du lesen vermagst:

  • Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf

  • Gereiztheit oder Stimmungsschwankungen

  • Verdauungsbeschwerden

  • kalte Hände und Füße

  • Heißhunger oder Antriebslosigkeit

All das sind Botschaften, keine Fehler. Sie zeigen, dass dein System aus dem Rhythmus geraten ist.

Der innere Herbst: Zeit für Entlastung

Im Coaching begegnen mir viele Menschen, die funktionieren – aber innerlich erschöpft sind.
Sie spüren, dass ihnen Energie fehlt, wissen aber nicht, warum.

Dann beginnt meine detektivische Arbeit: behutsam, ganzheitlich, achtsam.

Wir schauen gemeinsam hin – auf allen Ebenen:

🌿 Körperlich:

Wie reagiert dein Nervensystem?
Wie isst du? Wann isst du?
Welche Lebensmittel geben dir Energie – und welche rauben sie dir, weil sie Verdauung, Leber oder Immunsystem belasten?

Manchmal liegt der Schlüssel in etwas scheinbar Kleinem: zu viel Kaffee, zu wenig Eiweiß, unbewusstes Snacken aus Stress.
Doch wenn du lernst, auf die feinen Signale deines Körpers zu achten, spürst du schnell, was dir guttut.

🌿 Emotional:

Welche Situationen, Menschen oder Gedanken kosten dich Kraft?
Welche geben dir Energie, Freude und Weite?
Oft halten wir fest an Gewohnheiten oder Beziehungen, die uns unbewusst erschöpfen – einfach, weil wir es gewohnt sind.

Hier hilft sanftes Bewusstwerden, nicht Selbstkritik.
Denn Veränderung geschieht nicht durch Druck, sondern durch Wahrnehmung.

🌿 Mental:

Welche inneren Stimmen treiben dich an, immer mehr zu tun?
Welche Glaubenssätze lassen dich nicht zur Ruhe kommen?
Wenn du beginnst, diese Muster zu erkennen, kann dein System aufatmen.

Erst wenn Kopf, Herz und Körper wieder im Gespräch sind, entsteht Balance.

Loslassen ist ein Gesundheitsprozess

In der Natur ist Loslassen kein emotionaler Akt – sondern pure Intelligenz.
Blätter fallen, weil der Baum Energie sparen will.
Er weiß: Wenn ich zu viel halte, erfriere ich.

Auch dein Körper funktioniert so.
Er braucht regelmäßige Phasen, in denen du dich entlastest – körperlich, emotional, mental.

Vielleicht ist es ein Tag ohne Bildschirm.
Eine warme Suppe statt eines schnellen Snacks.
Eine Stunde Schlaf mehr.
Oder das bewusste Nein zu etwas, das dich schon lange müde macht.

Das ist Selbstregulation – keine Schwäche, sondern tiefste Form von Gesundheit.

Wenn Energie wieder fließen darf

Sobald du beginnst, diesen natürlichen Rhythmus zu ehren, verändert sich alles:

  • Du schläfst besser.

  • Die Verdauung harmonisiert sich.

  • Gedanken werden klarer.

  • Du spürst wieder Freude und Inspiration.

Das ist kein Zufall, sondern Biologie:
Wenn der Parasympathikus aktiviert wird – unser inneres Beruhigungs- und Heilungssystem – kann der Körper endlich tun, wofür er gemacht ist: sich selbst regulieren.

Der Weg der Gesundheitsdetektivin

In meinem Coaching begleite ich dich dabei, deinen eigenen Rhythmus wiederzufinden.
Wir entschlüsseln gemeinsam, wo Energie verloren geht – und was sie wieder nährt.
Wir stärken deine Körperwahrnehmung, stabilisieren dein Nervensystem und bringen dich zurück in Verbindung mit deiner Intuition.

Dazu gehört auch:

  • bewusstes Essen, das dich erdet und stärkt

  • Atemübungen, die dein System beruhigen

  • sanfte Routinen, die deinen Alltag stabilisieren

  • innere Arbeit, um festgehaltene Emotionen zu lösen

Denn Gesundheit ist nichts, was du tust – sie ist etwas, das in dir geschieht, wenn du wieder in deinem natürlichen Fluss bist.

Dein Rhythmus. Dein Weg.

Wenn du spürst, dass dein Körper oder deine Seele nach einem inneren Herbst ruft –
nach Entlastung, Klarheit und neuer Energie – dann begleite ich dich gern auf dieser Entdeckungsreise.

Gemeinsam finden wir heraus, was dir wirklich guttut, welche Spuren dein Körper legt und wie du sie lesen kannst –
damit du dich wieder lebendig, geerdet und ganz fühlst.

Hier erfährst du mehr über mein Coaching-Angebot.


Veränderung beginnt im Kopf – und im Gefühl.
Veränderung ist vor allem kein geradliniger Prozess – besonders nicht, wenn es um unsere Gesundheit geht. Ob wir uns gesünder ernähren, mehr bewegen oder Stress reduzieren wollen: Anfangs sind wir oft hochmotiviert, doch irgendwann scheint die Luft raus zu sein. Gesundheitsziele erreichen?`Dieses rutscht in weiter Ferne.  Genau hier setzt der sogenannte „Emotional Cycle of Change“ an. Er erklärt, warum wir auf dem Weg zur gesünderen Version unserer selbst oft ins Straucheln geraten – und wie wir trotzdem dranbleiben können. Auch in meinen Geusndheitcoachings spielen diese Phasen eine große Rolle und es ist wichtig, sie zu verstehen.
Wenn du also das nächste Mal an dir selbst zweifelst, weil es mit deinen Gesundheitszielen nicht so läuft wie geplant – lies weiter. Du bist nicht allein. Und: Es gibt einen Weg durch das Tief


2. Der „Emotional Cycle of Change“ – das Modell im Überblick

Der „Emotional Cycle of Change“ wurde von Don Kelley und Daryl Conner entwickelt, zwei Experten im Bereich Veränderungsmanagement. Sie beobachteten, dass emotionale Reaktionen auf Veränderung einem wiederkehrenden Muster folgen – unabhängig davon, ob es sich um berufliche Umstrukturierungen oder persönliche Ziele handelt. Dieses Modell hilft dabei, den inneren Wandel zu verstehen, der mit äußeren Veränderungen einhergeht – und genau deshalb ist es auch so wertvoll für die Gesundheitsprävention.

Der Zyklus besteht aus fünf Phasen:

  1. Uninformierter Optimismus – Begeisterung ohne echte Vorstellung von den Herausforderungen

  2. Informierter Pessimismus – Ernüchterung, erste Zweifel

  3. Tal der Tränen – Tiefpunkt, in dem viele aufgeben

  4. Informierter Optimismus – Erste Erfolge, realistische Zuversicht

  5. Erfolg und Erfüllung – Das neue Verhalten ist etabliert

Diese Phasen lassen sich auf jede Art von persönlicher Veränderung anwenden – besonders aber auch auf Gesundheitsziele. Jede Phase bringt ihre ganz eigenen Herausforderungen und Chancen mit sich. Schauen wir uns sie mal genauer an:


Phase 1: Uninformierter Optimismus
Diese Phase fühlt sich gut an: Du bist voller Tatendrang, schmiedest Pläne und siehst vor allem die Chancen, die die Veränderung mit sich bringt. Die möglichen Schwierigkeiten blendest du (noch) aus – und das ist auch okay. Diese Energie ist wichtig, um überhaupt loszugehen. Doch weil die Erwartungen oft unrealistisch hoch sind, ist diese Phase meist nicht von Dauer.


Phase 2: Informierter Pessimismus
Mit den ersten Umsetzungsversuchen kommen auch die ersten Hindernisse. Du stellst fest, dass gesünder essen, früher aufstehen oder mehr Bewegung mehr Organisation erfordert, als gedacht. Frust macht sich breit. Manche verlieren in dieser Phase den Mut – dabei ist sie ein ganz natürlicher Teil des Prozesses. Jetzt hilft es, sich bewusst zu machen: Zweifel sind kein Zeichen des Scheiterns, sondern ein Zeichen dafür, dass du mitten im Veränderungsprozess steckst.


Phase 3: Tal der Tränen
Dies ist die schwierigste, aber auch die entscheidendste Phase. Du hast das Gefühl, alles ist anstrengend, du kommst nicht weiter, und alte Gewohnheiten ziehen stark zurück. Es fühlt sich an wie ein Rückschritt – doch genau hier entscheidet sich, ob du die Kurve bekommst. Wer hier durchhält oder sich Unterstützung holt, ist oft schon näher am Ziel, als es scheint.


Phase 4: Informierter Optimismus
Langsam fügen sich die Puzzleteile zusammen. Du hast gelernt, mit Rückschlägen umzugehen, weißt, was dir guttut – und merkst, dass es sich lohnt. Diese Phase bringt neue Energie. Du bist realistisch optimistisch: Du weißt, dass nicht jeder Tag perfekt ist, aber du kannst jetzt gelassener mit Ausnahmen umgehen. Das ist ein großer Schritt.


Phase 5: Erfolg und Erfüllung
Du hast dein Ziel nicht nur erreicht – du lebst es. Was zu Beginn große Überwindung gekostet hat, ist zur Routine geworden. Du profitierst spürbar davon, fühlst dich stärker, gesünder, zufriedener. Diese Phase ist oft nicht spektakulär – aber sehr stabil. Und sie macht Mut für weitere Veränderungsschritte, weil du dir bewiesen hast: Es ist möglich.

Diese Phasen lassen sich auf jede Art von persönlicher Veränderung anwenden – besonders auch auf Gesundheitsziele.


3. Anwendung auf Gesundheitsziele erreichen: Was passiert in jeder Phase?

Schauen wir uns gemeinsam an, wie diese Phasen beispielhaft n Bezug auf  Gesundheitsziele  aussehen. Erkennst Du Dich an manchen Stellen wieder?

Phase 1: Uninformierter Optimismus – „Jetzt ändere ich alles!“

Du beschließt, gesünder zu leben. Die Motivation ist hoch: Du kaufst frisches Gemüse, planst Sporteinheiten, denkst: „Diesmal ziehe ich es durch!“

Gefühle: Euphorie, Vorfreude, Energie
Risiko: Du unterschätzt den Alltag. Noch fehlt der Plan für schwierige Momente.

Phase 2: Informierter Pessimismus – „Das ist doch schwerer als gedacht…“

Der Alltag kommt dazwischen. Der Kühlschrank ist leer, du hast Muskelkater, du greifst doch zur Schokolade.

Gefühle: Zweifel, Frust, Demotivation
Risiko: Du fragst dich, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt.

Phase 3: Das Tal der Tränen – „Ich kann das nicht.“

Du fühlst dich ausgelaugt. Es scheint, als würdest du keinen Fortschritt machen. Jetzt geben viele auf – kurz bevor es leichter wird.

Gefühle: Resignation, Selbstzweifel, Widerstand
Tipp: Hol dir spätestens jetzt Unterstützung – durch einen Coach, eine Challenge oder eine Buddy-Gruppe.

Phase 4: Informierter Optimismus – „Ich komme klar.“

Langsam stellen sich Routinen ein. Du trinkst morgens automatisch Wasser, gehst regelmäßig spazieren, isst bewusster. Es wird leichter.

Gefühle: Zuversicht, Stolz, neue Energie
Stärke: Du hast Strategien für Rückschläge entwickelt.

Phase 5: Erfolg und Erfüllung – „Ich hab’s geschafft!“

Dein neues Verhalten ist zur Gewohnheit geworden. Du musst dich nicht mehr zwingen – es gehört zu deinem Alltag.

Gefühle: Zufriedenheit, Selbstwirksamkeit, innere Ruhe
Belohnung: Ein gesunder Lebensstil, der zu dir passt.

Coaching macht Sinn auf dem Weg zu mehr Geusndheit


 Warum Begleitung der Schlüssel ist, um seine Gesundheitsziele zu erreichen

Der emotionale Zyklus der Veränderung zeigt uns: Tiefpunkte gehören dazu. Sie sind kein Zeichen von Schwäche – sondern ein Zeichen dafür, dass du mittendrin bist im Wandel.
Wenn du verstehst, was in dir vorgeht, kannst du mit mehr Mitgefühl auf dich selbst blicken – und dranbleiben, auch wenn’s mal ruckelt.

Vielleicht willst du deinen Blutzucker stabilisieren, weniger Süßes essen oder deine Verdauung stärken. Am Anfang läuft’s gut, du bist motiviert – und dann kommt dieser Moment, wo du abends doch wieder zur Schokolade greifst.

Das ist okay.
Das gehört dazu. Wichtig ist, dass du weißt: Du bist auf dem Weg – und jeder Schritt zählt.

Wenn du dir dabei Begleitung wünschst, bin ich gern an deiner Seite.

 


Du musst da nicht allein durch.

Gerade im „Tal der Tränen“ – also Phase 3 – fühlen sich viele allein und hilflos. Das ist der Moment, in dem gezielte Begleitung den entscheidenden Unterschied machen kann.

Im 1:1 Coaching schauen wir gemeinsam:

  • wo du gerade stehst,

  • was dich blockiert,und welche kleinen Schritte jetzt wirklich zu dir passen.

Eine meiner Klientinnen wollte sich gesünder ernähren, hat es aber nie geschafft, die vielen Tipps aus Instagram oder Ratgebern im Alltag wirklich umzusetzen.
Immer wieder startete sie motiviert – doch spätestens nach ein paar Tagen war der Alltag wieder stärker.
Die Unsicherheit wuchs: „Mache ich was falsch? Warum schaffe ich das nicht?“

Im Coaching haben wir zuerst geschaut, was sie überhaupt wirklich braucht – und vor allem: was realistisch ist.
Gemeinsam haben wir eine einfache Struktur entwickelt, die zu ihrem Lebensrhythmus passt – mit schnellen, nährenden Mahlzeiten, die sie nicht zusätzlich stressen.
Ergebnis: weniger Druck, weniger Bauchweh, mehr Energie – und wieder echte Freude am Essen.
Statt ständiger Selbstkritik spürt sie heute Stolz und ein neues Vertrauen in sich und ihren Körper.

 


Neugierig auf Veränderung – aber nicht allein?

Vielleicht steckst du gerade selbst in Phase 2 oder 3. Du willst etwas verändern – aber irgendwie hakt es im Alltag. Genau dafür bin ich da.

Genau dabei begleite ich dich im 1:1‑Gesundheitscoaching. Gemeinsam schauen wir, wo du stehst, was dir wirklich guttut und wie du deine Routinen so verankerst, dass sie auch an langen Tagen halten.

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Denn Veränderung darf leicht(er) werden – vor allem, wenn man sie nicht allein angeht.

Gesunde Gewohnheiten sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden und einem besseren Lebensgefühl. Doch oft scheitern wir daran, neue Routinen langfristig beizubehalten.
Ich inklusive. Naja, zumindest hat der neue Alltag im Tiny House einige gesunde Gewohnheiten abhanden kommen lassen. Zeit, sie nun wieder zurückholen. Die gute Nachricht: Es müssen keine drastischen Veränderungen von jetzt auf gleich sein! Kleine, konsequente Schritte – sogenannte Micro Habits – helfen dabei, gesunde Gewohnheiten nachhaltig in den Alltag zu integrieren. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Micro Habits mir geholfen haben, meine Gesundheit zu verbessern, und wie auch du sie für dich nutzen kannst.

Gesunde Gewohnheiten leicht gemacht: Warum kleine Veränderungen den größten Unterschied machen

Gesunde Gewohnheiten sind der Schlüssel zu mehr Wohlbefinden, Energie und langfristiger Gesundheit.

Sie sind das Fundament für ein langfristig glückliches und ausgeglichenes Leben. Sie helfen nicht nur dabei, körperliche Gesundheit zu fördern, sondern beeinflussen auch unsere mentale Widerstandskraft und unser allgemeines Wohlbefinden.

Unsere täglichen Routinen bestimmen, wie wir uns fühlen, wie produktiv wir sind und wie wir mit Stress umgehen. Wer gesunde Gewohnheiten in seinen Alltag integriert, profitiert von mehr Energie, besserem Schlaf und einer stabileren emotionalen Balance.

Doch oft fällt es uns schwer, sie konsequent in unseren Alltag zu integrieren. Die Lösung?

Micro Habits – kleine, aber wirkungsvolle Routinen, die kaum Zeit kosten und dennoch große Effekte haben.

Anstatt unser Leben auf einmal radikal umzustellen, setzen wir auf kleine Veränderungen, die leicht umsetzbar sind und sich mit der Zeit zu festen Routinen entwickeln.

Diese Herangehensweise macht es einfacher, neue gesunde Gewohnheiten zu etablieren, ohne sich überfordert zu fühlen.

Unser Gehirn reagiert besser auf kleine, schrittweise Veränderungen als auf radikale Umstellungen. Das bedeutet, dass wir langfristig erfolgreicher sind, wenn wir gesunde Routinen in kleinen, machbaren Schritten in unseren Alltag integrieren. Micro Habits ermöglichen es uns, kontinuierlich an positiven Veränderungen zu arbeiten, ohne dass sie uns überfordern. Durch die Wiederholung kleiner Handlungen werden sie nach und nach zu automatischen Routinen, wodurch es leichter fällt, langfristig dranzubleiben und nachhaltige Erfolge zu erzielen.

Gesunde Routinen haben zahlreiche Vorteile: Sie fördern das allgemeine Wohlbefinden, steigern die Energie, helfen beim Stressabbau und verbessern die mentale Klarheit. Sowohl der Körper als auch der Geist profitieren davon. Statt unrealistische Ziele zu setzen, lohnt es sich, mit einfachen, leicht umsetzbaren Handlungen zu beginnen, die sich mühelos in den Alltag integrieren lassen.

Ein einfacher erster Schritt kann sein, den Tag mit einem Glas Wasser zu starten, um den Stoffwechsel anzukurbeln und die Verdauung zu unterstützen. Eine bewusste Minute tiefes Atmen reduziert Stress und stärkt die Verbindung zwischen Darm und Gehirn. Handyfreie Zeiten am Morgen und Abend fördern besseren Schlaf und helfen, die Reizüberflutung zu reduzieren. Der tägliche Verzehr einer Handvoll Nüsse oder Samen liefert wertvolle Fette und Ballaststoffe, während fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut die Darmflora unterstützen.

Diese kleinen, aber wirkungsvollen Veränderungen machen es leichter, gesunde Routinen zu entwickeln, die sich langfristig positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Indem wir Micro Habits bewusst in unseren Alltag einbauen, schaffen wir eine stabile Grundlage für ein gesünderes und ausgeglicheneres Leben.

Da sich unser Leben aus vielen kleinen Entscheidungen zusammensetzt, macht es einen großen Unterschied, ob diese gesundheitsfördernd oder belastend sind. Deshalb sind kleine, nachhaltige Veränderungen – wie Micro Habits – der beste Weg, um langfristig gesunde Gewohnheiten aufzubauen und beizubehalten.

Diese sogenannten Micro Habits sind kleine, leicht umsetzbare Gewohnheiten, die kaum Zeit und Energie kosten, aber langfristig große Veränderungen bewirken. Statt sich vorzunehmen, täglich eine Stunde zu meditieren, beginnt man mit einer einzigen tiefen Atemzug bewusst pro Tag. Statt direkt eine radikale Ernährungsumstellung zu planen, startet man mit einem zusätzlichen Stück Gemüse pro Mahlzeit.

Der Clou: Durch die geringe Einstiegshürde steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man dranbleibt.

 

Der Unterschied zwischen Micro Habits und Tiny Habits

Der begriff Tiny Habits ist Dir sicher schon mal begegnet ( vielleicht auch in meinem Podcastinterview bei der lieben Romina)

Beide  Begriffe  – Micro Habits und Tiny Habits – werden oft synonym verwendet, doch es gibt feine Unterschiede:

  • Micro Habits sind kleine Gewohnheiten, die einfach umsetzbar sind und langfristig zu positiven Veränderungen führen. Sie sind bewusst so gestaltet, dass sie in bestehende Routinen integriert werden können. Sie sind also kleine, bewusst gewählte Gewohnheiten, die langfristige Veränderungen bewirken. Sie werden eigenständig in den Alltag integriert und helfen dabei, große Ziele in kleine Schritte aufzuteilen. Zum Beispiel kann das Ziel, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, mit einer eigenständigen Gewohnheit wie jeden Tag eine Minute Kniebeugen machen umgesetzt werden.
  • Tiny Habits, ein Konzept von BJ Fogg,  (hier wird es ausführlich beschrieben) sind ebenfalls kleine  Handlungen, die mit minimalem Aufwand beginnen, z. B. nach dem Zähneputzen einen einzigen Liegestütz zu machen. Sie setzen jedoch darauf, sich an bestehende Gewohnheiten zu koppeln, um den Einstieg so einfach wie möglich zu machen. Darauf liegt der Fokus. Ein Beispiel hierfür wäre nach jeder Tasse Kaffee eine Kniebeuge machen, da diese neue Gewohnheit mit einer bereits etablierten Routine verknüpft wird.

Ein weiteres Beispiel macht den Unterschied nochmal deutlicher: Ich möchte im Alltag  mehr lesen:

Micro Habit: Jeden Abend lese ich deshalb bewusst 10 Minuten, um die persönliche Weiterentwicklung zu fördern und steigere ggf. Shcritt für Schritt.

Tiny Habit: Nach dem Zuklappen des Laptops lese eine Seite in einem Buch– eine direkte Verknüpfung mit einer bestehenden Handlung, um den Einstieg zu erleichtern.

Während Micro Habits darauf abzielen, gesunde Gewohnheiten mit einer bewussten Entscheidung zu festigen, nutzen Tiny Habits das Prinzip der Verknüpfung mit bestehenden Routinen, um automatisch Teil des Alltags zu werden.

Beide Methoden sind wirksam – es kommt darauf an, welche besser zu dir und deinem Lebensstil passt.

Für mich persönlich ist das Konzept der Micro habits stimmiger. Mir ist sehr bewusst, welche Gewohnheiten (wieder) Teil meines Alltags werden sollen.

Kommen wir nun dazu, welche ich mir nun konkret mir ausgesucht habe.

Meine 7 Micro Habits für gesunde Gewohnheiten im Alltag

Um gesunde Routinen in meinen Alltag zu integrieren, habe ich sieben konkrete Micro Habits definiert, die einfach umzusetzen sind und langfristig zu positiven Veränderungen führen.

Regelmäßig frisches Bio-Gemüse essen

Ein wichtiger Schritt für eine gesunde Ernährung ist es, regelmäßig frisches Gemüse zu konsumieren. Doch ich weiß nicht, wie dir es geht, gerade im stressigem Alltag wird es oft das sich wiederholende Einerlei- eben das was der Supermarkt um die Ecke so hergibt. Die schon von Michel Gregor beschriebene Verarmung unseres Vitalstoffhaushalt ( Sein Buch How not to die ist sehr zu empfehlen) hat quasi hinterücks doch Einzug in unser Leben erhalten.

Daher habe ich mich nun entschlossen, mich erneut auszutricksen und wieder eine Gemüsekiste zu abonnieren, die mir wöchentlich frische Bio-Produkte liefert. So stelle ich nicht nur sicher, dass ich genügend Ballaststoffe und Nährstoffe aufnehme und meine Darmflora unterstütze. Die Vielfalt an saisonalem Gemüse sorgt zudem dafür, dass meine Mahlzeiten abwechslungsreich und nährstoffreich bleiben.
Jetzt denkst Du vielleicht, das kann ich mir sowieso nicht leisten?
Ich habe festgestellt, dass genau das Gegenteil erreicht wird: Durch die hochwertigen Biolebensmittel komme ich gar nicht auf die Idee, keine „Lust“ auf das Kochen von gesunden Mahlzeiten zu haben. So wird im Grunde gar nichts weggeworfen und ich spare im Endeffekt doch.

Feste Bewegungstermine für mehr Aktivität

Neben der Ernährung ist Bewegung essenziell. Doch wie ich schon in meinen Jahresrückblick erwähnte, hier auf dem Lande steht eine motorisierte Verführung vor der Tür. Deshalb plane ich feste Bewegungstermine ein, wie regelmäßige Waldspaziergänge. Diese helfen nicht nur meinem Körper, sondern auch meinem Geist, indem sie Stress reduzieren und die Darm-Hirn-Achse stärken. Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt meinen Kreislauf in Schwung und sorgt für eine wohltuende Pause vom Alltag. Ich achte darauf, die Bewegung achtsam zu genießen, indem ich bewusst die Natur wahrnehme und tief durchatme. Dadurch wird Bewegung nicht nur zur körperlichen, sondern auch zur mentalen Erholung. Auch dort starte ich klein: zunächst mit einem Termin in der Woche, fest eingetragen im Kalender.

Darmgesundheit mit fermentierten Lebensmitteln fördern

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die stärkere Förderung der Darmgesundheit. Auch das ist ganz schön eingeschlafen in letzter Zeit. Selbst gebackenes Sauerteigbrot oder selbstgemachter Joghurt war in Hannover Teil meines Alltags, doch in Alfeld mache ich es irgendwie nicht. Lediglich der Wasserkefir findet noch regelmäßig statt.
Zeit, auch dieses zu ändern
Auch hier beginne ich micro: Ich setze heute einen Sauerteig neu an. Dazu trage ich mir konkret einen Termin in der Woche ein, an dem ich Brot wieder backe. Erst wenn ich dieses einige Wochen umgesetzt bekomme habe, steigere ich dieses Zeitfenster und beginne mit mehr fermentierten Lebensmitteln. Denn nicht nur mein Verhalten, auch mein Darm  darf sich wieder schrittweise an mehr Zuführung von Vielfalt gewöhnen.

 

Handyfreie Zeit für besseren Schlaf und weniger Stress

Schon letztes Jahr habe ich bewusst die Social Media Kanäle entfernt und bewusst reduziert. Und es tut mir so gut. Dennoch darf es gerne mehr werden.

Damit mein Körper ausreichend regenerieren kann, reduziere ich bewusst die Nutzung meines Handys am Morgen und Abend. Durch die Einschränkung der Bildschirmzeit verbessere ich meine Schlafqualität und reduziere unbewussten Stress. Abends antworte ich schon konsequent keine Nachrichten  mehr ab 21 Uhr. Doch auch das ist ausbaufähig.
Beginnen möchte ich mit der Änderung der Morgenroutine. Statt morgens direkt zu schauen, ob ich neue Nachrichten bekommen habe, nehme ich mir bewusst Zeit für eine ruhige Routine, ohne sofort von Nachrichten oder E-Mails überflutet zu werden. Diese bewusste Reduktion der digitalen Ablenkungen sorgt für mehr Gelassenheit und Fokus im Alltag. Ergänzt habe ich dieses bereits mit der Aktivierung des Schlafmodus meines Handys. Ab 22 Uhr geht es in diesen Modus und ich werde liebevoll erinnert, das Handy zur Seite zu legen.

Mehr Bücher lesen für mentale Entspannung

Für mentale Entspannung und eine kreative Auszeit habe ich mir vorgenommen, regelmäßig Bücher zu lesen. Dies hilft mir, meine Konzentration zu verbessern und meine Bildschirmzeit weiter zu reduzieren. Ich setze mir kleine Leseziele, zum Beispiel täglich 10 Seiten, um kontinuierlich Fortschritte zu machen. Durch das bewusste Lesen vor dem Schlafengehen kann ich zudem besser abschalten und meinen Geist entspannen. Bücher ermöglichen es mir, in neue Welten einzutauche und mein Wissen zu erweitern.

Gesunde Fette und Ballaststoffe durch Nüsse & Samen

Zusätzlich integriere ich täglich eine Handvoll Nüsse oder Samen in meine Ernährung. Sie liefern gesunde Fette und Ballaststoffe, die meine Darmflora unterstützen.

Egal ob ich zu Hause arbeite oder unterwegs bin: Ich mache mir eine kleine Brotdose voll mit Obststücken, Gemüsesticks und auch eine Handvoll Nüssen.Das ist ein Tipp, den ich von einer meiner Coachees übernommen habe: Auch im Homeoffice kann ich mir morgens eine Dose voll mit frischen Sticks vorschneiden und neben mir stellen.

Um Abwechslung zu schaffen, variiere ich zwischen verschiedenen Sorten wie Sonnenblumenkerne, Walnüsse oder Kürbiskernen. Diese kleinen Snacks geben mir Energie für den Tag und unterstützen meine Konzentrationsfähigkeit.

Musik für mehr Lebensfreude und emotionale Balance

Abgerundet wird meine Liste durch die bewusste Integration von Musik in meinen Alltag. Musik stärkt meine emotionale Balance, reduziert Stress und hebt meine Stimmung. Und doch habe ich dieses im lauten Alltag vergessen, wie wertvoll Musik sein kann. Ein tolles Lied im Autoradio hat mich auf der Fahrt zur Arbeit daran erinnert. Ich summte mit und auf einmal war ich energiegeladener. Musik darf wieder mehr Teil meines Lebens werden.
Sei es beim Kochen, Arbeiten oder Entspannen – Musik begleitet mich und sorgt für mehr Lebensfreude. Ich erstelle nun  gezielt Playlists für verschiedene Stimmungen, um meine Emotionen positiv zu beeinflussen.

Manchmal nehme ich mir zudem bewusst Zeit, nur Musik zu hören, ohne Ablenkung, um wirklich in den Klang einzutauchen und mich vollkommen zu entspannen.

Diese sieben kleinen Veränderungen lassen sich mühelos in meinen Alltag einbauen und entfalten mit der Zeit eine große Wirkung auf mein Wohlbefinden.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Regelmäßigkeit:
Durch konsequente Wiederholung werden die Micro Habits zur natürlichen Gewohnheit und tragen langfristig zu einem gesünderen und ausgeglicheneren Leben bei.

 

oder auch die Frage: „Was hat eine Libelle damit zu tun?“

Ich habe ein Tattoo auf dem linken Fuß: Drei Libellen umfliegen eine Blumenranke.

Was das mit Gesundheit zu tun hat, fragst Du Dich?

Leichtigkeit, Beweglichkeit und Flexibilität – das stand schon damals beim Stechen symbolisch für meinen Wunsch vom Leben.

Die Libelle tanzt mit dem Wind, sie schwebt über die Wasseroberfläche. Sie zeigt Dir, was möglich ist, wenn Du Dich von unnötigem Ballast trennst. Sie ist wendig, flink und gleitet still durch die Lüfte, umfliegt einfach die Hindernisse, flexibel und in Windeseile. Sie lässt sich nicht aufhalten, trifft blitzschnell ihre Entscheidungen und erhöht ihre Geschwindigkeit innerhalb von Sekunden. So fliegt sie weiter in die richtige Richtung, ändert den Blickwinkel und bleibt offen für Neues. Die Libelle gilt mythologisch als Feendrache, als Vermittlerin zwischen dieser und der Anderswelt. Sie zeigt uns auch die Wichtigkeit von (etwas) Spiritualität im Leben.

Was war also besser geeignet für meinen Blick auf unsere Gesundheit und was wir alle stets im Blick haben sollten? Für die sechs Lebensbereiche der ganzheitlichen Gesundheit?

Schauen wir sie uns doch einmal genauer an:

Libelle

Körper

Der Körper steht im Mittelpunkt. Nur wenn dieser gesund ist, trägt er uns gut durchs Leben.

Diesen gilt es zu pflegen. Durch Bewegung und Zuführung von guten Nährstoffen, aber auch durch genug Ruhephasen und liebevolle Zuwendung. Achte auf seine Signale: Verspannungen, Gelenkprobleme, Gewichtsprobleme, Hautprobleme, Erkrankungen aller Art – mit all diesem schickt er Dir Botschaften, dass etwas nicht stimmt.

Erst leise und sanft, und dann immer lauter und eindringlicher.

Denn er ist in der Mitte und so verbunden mit jedem der anderen Bereiche.

Lebens- und Umweltbedingungen

Unmittelbaren Einfluss auf Dich haben die Lebens- und Umweltbedingungen.

Denn die Lebensbedingungen, die Lebenswelten (bebaute Umwelt) und die handelnden Menschen bedingen sich gegenseitig.

Auch die soziale Ungleichheit beeinflusst die Wohnbedingungen und Lebensstile. Und hat somit auch direkten Einfluss auf die unterschiedlichen Gesundheitsrisiken.

So ist es ja bekannt, dass die Armut unter Hartz 4 EmpfängerInnen leider gravierende Auswirkungen auf deren Gesundheit hat.

Ein gutes Beispiel ist aber auch die Luftverschmutzung in den Großstädten.

Wir werden da hineingeboren. Und oft passt es bzw. wir finden einen Umgang damit.

Aber auch dort gibt uns der Körper manchmal Signale. Wir müssen nur zuhören.

Beruf/Berufung

Der Beruf bzw. die Berufung spielt aus meiner Erfahrung eine bedeutsame Rolle.

Oft habe ich in meinen Coachings Menschen, die durch ihren Beruf regelrecht krank geworden sind, deren ganzes Leben und Glück um die Karriere und den Beruf kreisen. Und deren Welt zusammenbricht, wenn sie ihre Arbeit verlieren.

Oder das Gegenteil ist der Fall: Sie sind todunglücklich mit ihrer Tätigkeit und schaffen es dennoch nicht, ihre Komfortzone zu verlassen und den Job aufzugeben.

Tue was Du liebst.

Das spielt bei der Berufswahl, aber auch bei der Arbeitsform eine große Rolle.

Und bleibe in der Balance mit den anderen Bereichen.

Freunde, Partnerschaft, Familie

Auch die anderen Lebensbereiche tragen zur Gesundheit bei: Freunde, Familie, andere soziale Kontakte. Da bedarf es nicht vieler Worte, oder?

Ich denke, jeder von uns kennt toxische Beziehungen und Freundschaften direkt oder zumindest vom Hörensagen – und ihre krankmachenden Auswirkungen.

Aber auch gesunde Beziehungen sind oftmals fordernd im Alltag. Das Zusammenleben, die dazugehörigen Konflikte. Das Thema Stress spielt dort eine große Rolle.

Wer oder was bereitet Dir in Deinem Leben Stress?

Sind die bestehenden Tagesstrukturen und Aufgabenbereiche (noch) sinnvoll?

Interessen

Das Alltagshamsterrad dreht sich. Schneller und schneller. Und oftmals bleiben die Interessen auf der Strecke.

Wer kennt es nicht?

Als junger Mensch pflegte ich meine Hobbies, hörte stundenlang Musik oder machte sie sogar selber, las Bücher, diskutierte über philosophische Fragen.

Und dann auf einmal: Im Alltagswahn von Arbeit, Familie, Verpflichtungen usw. verdichtet sich das Leben. Und DU und Deine Interessen, Deine Leidenschaften und Hobbies finden nicht mehr statt.

Doch gerade Du bist der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Deine Individualität macht Dich zu der, die Du bist.

Um in Balance mit den anderen Lebensbereichen zu bleiben, können gerade Deine eigenen Interessen den perfekten Ausgleich bieten. Ob Du nun Sport machst, Bücher liest oder Musik machst, strickst, Dir Wissen zu einem bestimmten Thema aneignest… diese kleinen Auszeiten sind so wertvoll und liefern Dir Energie für die anderen Bereiche.

Seele & Spiritualität

Ich habe viele Konzepte in den letzten Jahren gesehen.

Was mir auffällt: In fast all den populären Individualitäts- und Gesundheitskonzepten fehlt mir fast immer ein Aspekt: Die Frage nach Deinem Sinn Deines Lebens.

Bei Miriam Prieß wurde ich fündig: Sie schreibt in ihrem Buch: „Burnout kommt nicht nur vom Stress“ über die 6 Lebensbereiche und erweitert in ihrem Käfermodell das bekannte Lebensbalancemodell.

Ein wichtiger Bereich ist bei ihr Glaube und Spiritualität. Damit ist nicht der Glaube im klassischen Sinne gemeint, sondern die Frage nach Deinem Lebensleitfaden.

Jeder und jede von uns muss herausfinden, was das richtige Leben ganz persönlich bedeutet.

Was ist Dein Lebensprinzip?
Hast Du Werte, die Du vertrittst?
Oder Du hast eine klare Vorstellung vom Leben?

Bei mir ist die Frage nach dem Sinn, nach Deiner persönlichen Spiritualität aber kein Käferbein, sondern sie steht oben am Kopf der Libelle.

Denn diese Frage schwebt über Dir und leitet Dich so durchs Leben.

Und ohne sind wir kopflos.

Mein Tattoo auf dem Fuß erinnert mich.

An die Bereiche in meinem Leben, die nicht vergessen werden sollten und die mich durchs Leben tragen.

Und die Libelle erinnert mich an die Leichtigkeit, aber auch die Flexibilität, mit der wir alle unserem Leben und unserer Gesundheit begegnen sollten.

Welcher Bereich ist Deine persönliche Schwachstelle im Leben?