Authentisch leben in der Gesundheit: Mein persönlicher Blick zwischen Anspruch, Alltag und Ehrlichkeit.
„Angret, lebst du das eigentlich selbst, was du deinen Klienten empfiehlst?“
Diese Frage hat mich im ersten Moment irritiert. Und sie ist geblieben: Denn sie berührt etwas, das viele Menschen beschäftigt – gerade wenn es um Gesundheit geht: Ist das, was jemand vermittelt, wirklich gelebte Erfahrung oder nur weitergegebenes Wissen?
Meine Antwort darauf ist persönlicher, als ich zunächst gedacht hätte.

Die Frage, die hängen geblieben ist

Neulich wurde ich in einem Gespräch etwas gefragt, das mich im ersten Moment ziemlich irritiert hat:

„Angret, lebst du das eigentlich selbst, was du deinen Klienten empfiehlst – oder sind das zwei verschiedene Welten?“

Ich gebe zu, diese Frage hat gesessen.

Nicht, weil ich keine Antwort darauf hätte, sondern weil sie – vielleicht ohne es zu beabsichtigen – etwas Grundsätzliches in den Raum gestellt hat. Es ging im Kern darum, ob ich authentisch arbeite. Ob ich wirklich hinter dem stehe, was ich vermittle, oder ob ich Dinge weitergebe, die ich selbst gar nicht lebe.

Ein Teil von mir hat diese Frage in dem Moment tatsächlich als unverschämt empfunden. ( Sie kam von einer Kollegin, die ich im Grunde nicht kannte)

Und gleichzeitig sind es oft genau solche Situationen, die nachwirken. Sie lassen einen nicht sofort los und fordern dazu auf, genauer hinzuschauen. und sich selber zu hinterfragen. Wenn ich ehrlich bin, war genau das hier auch der Fall.

Denn hinter dieser einen Frage steckt eine viel größere:

Was bedeutet es eigentlich, authentisch zu leben – gerade, wenn es um Gesundheit geht?

Authentisch leben statt etwas vermitteln, das man selbst nicht lebt

Nachdem die erste Irritation abgeklungen war, habe ich gemerkt, dass diese Frage einen Punkt berührt, der vielen Menschen wichtig ist – besonders im Gesundheitsbereich.

Wir alle wünschen uns Orientierung. Gleichzeitig möchten wir niemandem folgen, der nur über etwas spricht, es aber selbst nicht lebt.

Die unausgesprochene Sorge dahinter ist deutlich spürbar: Ist das echt oder ist es nur ein Konzept?

An dieser Stelle möchte ich sehr klar sein:

Ich arbeite nicht mit Konzepten, die ich mir ausschließlich theoretisch angeeignet habe, um sie dann weiterzugeben.
Meine Arbeit basiert auf Erfahrungen, auf Beobachtungen und auf dem, was sich im echten Leben bewährt – und manchmal eben auch nicht.

Denn der Name meiner Website ist nicht umsonst Gesundheitsdetektivin. Ich schaue hin, hinterfrage, probiere aus, verwerfe und justiere nach. Genau das gehört zu mir, zu meiner Coachingarbeit, zu meinem Alltag.

Und das gilt nicht nur für meine Klienten.  Es gilt genauso für mich selbst.

Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass mein Leben ein perfektes Vorzeigeprojekt ist. Es gibt keine zweite, „private“ Welt, in der alles anders läuft. Aber es gibt auch kein Idealbild, dem ich ständig entspreche.

Was es stattdessen gibt, ist ein ehrlicher Umgang mit dem, was gerade ist. ( In diesem Blogartikel zeige ich dir wie ) 

Vielleicht liegt genau hier ein Missverständnis:  Authentizität hat nichts mit Perfektion zu tun.

Authentizität bedeutet Wahrhaftigkeit. Sie ist der Motor für ein gelingendes Lebens.
( Wenn Du Lust,  mehr  zu dieser philosophischen Frage zu lesen, empfehle ich dir diesen Artikel)

 

Mein persönlicher Weg: Eine Momentaufnahme, kein Ideal

Ich bin heute fast 50 Jahre alt und nehme keine Medikamente.

Das ist ein Satz, den ich bewusst so stehen lasse. Nicht, weil er etwas beweisen soll oder weil ich mich damit über andere stellen möchte. Sondern weil er eine Momentaufnahme beschreibt.

Er zeigt, dass das, was ich vermittle, für mich funktioniert.

Und gleichzeitig ist mir wichtig: Das ist kein Zustand, den ich als allgemeingültiges Ziel formuliere. Es ist auch kein Versprechen.
Es ist das Ergebnis vieler kleiner Entscheidungen über viele Jahre hinweg.

Gesundheit entsteht nicht über Nacht. Sie entsteht auch nicht durch die eine richtige Maßnahme.

Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus Aufmerksamkeit, Wissen, Erfahrung und der Bereitschaft, immer wieder neu hinzuschauen.

Ich habe über die Jahre viel ausprobiert, manches wieder verworfen und vieles angepasst. Genau das ist der Kern meiner Arbeit als Gesundheitsdetektivin: nicht starr an einem Plan festhalten, sondern Zusammenhänge verstehen und individuell reagieren.

Und genau so lebe ich es auch selbst.

Warum Perfektion nichts mit Gesundheit zu tun hat

Wenn Menschen hören, dass ich mich intensiv mit Gesundheit beschäftige, entsteht schnell ein bestimmtes Bild im Kopf. Ein Bild von Disziplin, klaren Routinen und vielleicht sogar einer gewissen Strenge.

Die Realität sieht wahrlich anders aus.

Mein Alltag ist nicht perfekt. Ich treffe nicht immer die „optimale“ Entscheidung. Es gibt Tage, an denen ich Dinge anders mache, als ich es vielleicht empfehlen würde. Und es gibt Phasen, in denen Routinen ins Wanken geraten.

Der Unterschied liegt nicht darin, dass ich alles richtig mache.

Der Unterschied liegt darin, wie ich damit umgehe.

Ich bewerte mich nicht dafür. Ich versuche nicht, ein Idealbild zu erfüllen. Stattdessen nehme ich wahr, was gerade ist, und richte mich von dort aus neu aus.

Sanft. Schritt für Schritt.

Gesundheit bedeutet für mich nicht Kontrolle, sondern Beziehung. Eine Beziehung zu mir selbst, die von Aufmerksamkeit, Ehrlichkeit und einer gewissen Nachsicht geprägt ist. Denn auch ich bin und darf Mensch sein, der struggelt mit den untercheidlichen Anforderungen des Lebens, der lauten Welt mit Konflikten und Krisen. Wir sind alle Teil dieser Welt.

Deshalb ist für mich klar:

Nicht perfekt zu sein ist kein Problem.

Nicht hinzuschauen wäre eines.

So lebe ich Gesundheit im Alltag – ganz praktisch

Wenn ich gefragt werde, wie ich das konkret mache, dann gibt es darauf keine einfache Standardantwort.
Ich folge keinem starren Plan und arbeite nicht mit festen Regeln, die jeden Tag gleich aussehen müssen.

Was es aber gibt, sind klare Grundlagen, an denen ich mich orientiere.


Nahrungsergänzungsmittel – erst verstehen, dann ergänzen

Ja, ich arbeite mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Aber nicht nach Gefühl und auch nicht nach Trends.

Für mich gilt ein klarer Grundsatz:
Erst testen, nicht raten.

Ich möchte wissen, was mein Körper tatsächlich braucht, bevor ich etwas zuführe. Deshalb arbeite ich mit fundierten Analysen, die mir zeigen, wo ich stehe und wo es sinnvoll ist zu unterstützen.

Auf dieser Basis entscheide ich dann, was ich ergänze. Dazu gehören bei mir unter anderem klassische Bausteine wie Vitamin D oder Omega-3-Fettsäuren – immer angepasst an meine aktuelle Situation und Bedarf. (hier findest Du meinen Artikel zu Omega 3 Fettsäuren und warum sie wirklich elementar sind )

Und genauso wichtig: Ich überprüfe das regelmäßig. Denn auch ich habe blinde Flecke , die sichtbar gemacht werden können. (Wie ich das letztens mit meinem Darm gemacht habe, erzähle ich hier)

Denn Bedarf ist nichts Statisches. Er verändert sich mit Lebensphasen, Belastungen und äußeren Umständen.

Genau diese Herangehensweise vermittle ich auch meinen Klienten: nicht blind einnehmen, sondern verstehen, was der eigene Körper wirklich braucht.


Balance statt Extrem

Ich lebe Gesundheit nicht im „Alles-oder-nichts“-Prinzip.

Für mich geht es darum, auf das Leben zu reagieren, statt es in ein starres System zu pressen.

Das bedeutet ganz konkret:

  • Wenn mein Alltag laut und voll ist, schaffe ich mir bewusst ruhige Räume. Meine Achtsamkeits – und Meditationspraxis ist dann kein „Extra“, sondern ein Ausgleich, der mich wieder in Balance bringt.
  • Wenn ich im stressigen Alltag es nicht schaffe, gesund zu kochen oder genügend Ballaststoffe zu mir zu nehmen, dann ergänze ich gezielt und führe mir Vitalstoffe zu. Im Winter mit Vitalstoffkomplexe ( meine Empfehlung) , im Frühling/Sommer mit Wildkräutern) Das Gleiche gilt für Feiern oder Feiertage. ich genieße in Maßen und steuere gezielt in den folgenden Tagen nach.
  • Wenn eine Woche besonders stressig war, erlaube ich mir am Wochenende bewusst mehr Ruhe. Nicht als Belohnung, sondern als notwendige Gegenbewegung.
  • Als Hochsensible schwanke ich immer mit dem Wunsch nach Ruhe und mich mit den engen Freunden auszutauschen. Auch da schaue ich immer konkret, was gerade dran ist und kommuniziere es ehrlich.
  • Wenn ich viel sitze, sorge ich aktiv für Bewegung. Das müssen keine aufwendigen Sporteinheiten sein. Oft sind es kleine, bewusste Impulse, die den Unterschied machen.

Es geht nicht darum, alles perfekt auszubalancieren.

Es geht darum, wahrzunehmen, was gerade überwiegt – und dem etwas entgegenzusetzen.


Regelmäßig hinschauen und neu ausrichten

Der vielleicht wichtigste Teil ist für mich dieser:

Ich bleibe im Kontakt mit mir selbst.

Ich nehme mir regelmäßig Zeit, um zu schauen, was gerade passt und was nicht mehr stimmig ist. Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um Bewusstsein.

Ich stelle mir Fragen wie:

Was tut mir gerade gut?
Was brauche ich im Moment wirklich?
Und wo darf ich etwas verändern?

Diese Anpassungen sind selten radikal. Es sind meist kleine Verschiebungen, die sich über die Zeit summieren.

Manchmal lasse ich etwas los, das eine Zeit lang gut funktioniert hat. Manchmal integriere ich etwas Neues. Und manchmal geht es einfach darum, wieder bewusster mit dem umzugehen, was eigentlich schon da ist.

Immer mit dem Anspruch, klar mit mir zu sein – und gleichzeitig freundlich.
Und nein, auch da muss ich dich enttäuschen, dass ist nichts, was ich einfach kann,  sondern war und ist auch für mich ein großes Lernfeld aufs neue.

Wahrhaftigkeit im Kontakt

Wenn ich heute noch einmal auf die Frage vom Anfang schaue, dann wird mir klar, dass es dabei im Grunde um Vertrauen ging.

Denn Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass jemand scheinbar alles richtig macht oder ein perfektes Bild nach außen vermittelt. Es entsteht vielmehr in dem Moment, in dem ich spüre, dass mir jemand ehrlich begegnet und nichts vorspielt.

Genau das ist der Anspruch, den ich an meine Arbeit habe.

Ich vermittle kein perfektes Leben und ich arbeite auch nicht mit Idealen, die im Alltag kaum umzusetzen sind. Gleichzeitig ist es mir wichtig, mich nicht hinter Konzepten zu verstecken oder so zu tun, als gäbe es für jede Situation eine einfache, fertige Lösung.

Stattdessen begleite ich Menschen dabei, ihren eigenen Weg zu finden. Ich stelle Fragen, wo vorher vielleicht keine gestellt wurden, und unterstütze dabei, Zusammenhänge besser zu verstehen und den eigenen Körper wieder bewusster wahrzunehmen.

Dabei gehe ich diesen Weg nicht aus einer distanzierten Beobachterrolle heraus, sondern aus eigener Erfahrung.

Ich kenne die Phasen, in denen es leicht fällt, und ebenso die Zeiten, in denen man neu ausrichten muss. Genau deshalb ist meine Arbeit keine Anleitung von außen, sondern eine Begleitung auf Augenhöhe.

Für mich bedeutet Wahrhaftigkeit im Kontakt, dass ich nicht nur darüber spreche, was möglich ist, sondern auch sichtbar mache, wie dieser Weg im echten Leben aussieht – mit all seinen Bewegungen, Veränderungen und manchmal auch Umwegen.


Die Antwort auf die Frage:  Authentisch leben

Wenn ich die ursprüngliche Frage heute beantworte müsste,  dann nun mit einer gewissen Ruhe:

Ja, ich lebe das, was ich meinen Klienten empfehle.

Allerdings nicht im Sinne eines perfekten Vorbilds und auch nicht so, dass mein Alltag jederzeit einem bestimmten Ideal entspricht.

Ich führe kein zweites Leben, in dem alles anders oder „besser“ ist. Das, was ich vermittle, entsteht aus meinem eigenen Erleben heraus. Es ist gewachsen, wurde überprüft, hinterfragt und immer wieder angepasst.

Gerade darin liegt für mich die eigentliche Qualität.

Denn Gesundheit ist kein Zustand, den man einmal erreicht und dann dauerhaft hält. Sie ist ein Prozess, der sich mit dem Leben verändert und immer wieder neu ausgerichtet werden darf.

Ich bin selbst Teil dieses Prozesses.

Und genau deshalb kann ich Menschen auf diesem Weg begleiten, ohne ihnen etwas vorzuspielen oder über ihnen zu stehen.

Vielleicht ist das die ehrlichste Antwort, die ich geben kann:
Ich gehe diesen Weg nicht perfekt – aber bewusst.

Und genau das gebe ich weiter. ( Schaue gerne auf meiner Angebotsseite vorbei)

Wie siehst du das? Schreibe gerne  deinen Gedanken hier als Kommentar.